Schlafzimmer auf kleinem Raum einrichten: Kommode, Nachttisch
Ein kleines Schlafzimmer verzeiht keine zufällig platzierten Möbel. Wer Kommode, Nachttisch und Bett ohne Plan aufstellt, verliert schnell den Platz, den er eigentlich gewinnen wollte. Der entscheidende Faktor ist nicht die Quadratmeterzahl, sondern die Anordnung. Bevor irgendetwas gerückt wird, lohnt es sich, die Laufwege zu markieren: der Weg vom Bett zur Tür, der Weg zum Fenster und der Weg zum Schrank. Bleibt zwischen Bettkante und Kommode weniger als 70 Zentimeter, wird jeder Gang zum Hindernislauf. Ideal sind 80 bis 90 Zentimeter, damit man bequem an der Kommode steht und Schubladen vollständig öffnen kann.
Die Kommode gehört an die Wand, die nicht vom Bett aus eingesehen werden muss, wenn man liegt. Das schafft optische Ruhe und verhindert, dass der Raum vollgestellt wirkt. Hohe Kommoden wirken leichter, wenn sie nicht direkt neben dem Fenster stehen, sondern eine Wand für sich beanspruchen. Wer unsicher ist, wie viel Abstand zwischen Bett und Möbelstück wirklich nötig ist, findet bei meister-harald-schmidt.de praktische Hinweise zur Planung, die sich auf kleine Räume übertragen lassen. Wichtig ist, dass die Kommode nicht die einzige Staufläche bleibt. Ein Regal über dem Bett oder Haken an der Tür entlasten die Fläche erheblich.
Der Nachttisch ist der unterschätzteste Störfaktor. Ein zu breites Modell blockiert den Laufweg zum Fenster, ein zu niedriges ist unbrauchbar. Als Faustregel gilt: Die Oberkante des Nachttisches sollte etwa auf Höhe der Matratzenoberkante liegen, plus oder minus zehn Zentimeter. Runde oder schmale Modelle mit einer Breite von 35 bis 45 Zentimetern passen fast überall. Wer auf beiden Seiten des Bettes keinen Platz hat, stellt nur einen Nachttisch auf und ersetzt den zweiten durch ein Wandregal. Das wirkt bewusst asymmetrisch statt provisorisch.
Laufwege sollten nie durch Möbel führen, die täglich genutzt werden. Steht die Kommode im Durchgang zum Schrank, wird sie zum Ärgernis. Besser ist es, die Kommode an die Kopfwand oder an die Wand gegenüber dem Bett zu stellen, solange dort genug Platz zum Öffnen der Schubladen bleibt. Vorhänge, Teppiche und offene Regale verkleinern den Raum optisch zusätzlich. Wer diese drei Elemente reduziert und die Möbel entlang der Wände ordnet, gewinnt in einem zwölf Quadratmeter großen Schlafzimmer schnell einen halben Meter Bewegungsfläche zurück.