Wie viel Platz braucht ein Bett im Raum
Die Frage nach dem richtigen Abstand zwischen Bett und Wand klingt banal, entscheidet aber darüber, ob ein Schlafzimmer funktioniert oder zur täglichen Enge wird. Ein Bett ist kein Möbelstück, das man einfach irgendwo hinstellt. Es braucht Zugang von mindestens zwei Seiten, damit man es beziehen kann, ohne sich zu verrenken. Wer nur eine Seite frei lässt, wird beim Bettenwechsel fluchen.
Als Faustregel gilt: Seitlich sollten mindestens 60 Zentimeter frei bleiben, am Fußende eher 70 bis 80 Zentimeter, wenn dort noch ein Schrank oder eine Kommode steht. Vor dem Kleiderschrank braucht man ebenfalls mindestens 60 Zentimeter, besser 80, sonst lassen sich die Türen nicht vollständig öffnen. Wer diese Flächen ignoriert, plant nicht das Bett, sondern den täglichen Kompromiss. Wer unsicher ist, wie viel Grundfläche ein Bett tatsächlich beansprucht, kann die Liegefläche und Stellfläche berechnen und erhält damit eine belastbare Zahl statt eines vagen Gefühls.
Der Abstand zur Wand auf der Kopfseite ist weniger kritisch, solange das Kopfteil nicht an einer Heizung oder einem Fenster mit Zugluft steht. Ein paar Zentimeter Luft hinter dem Bett erleichtern das Staubsaugen und verhindern Schimmelbildung an der Außenwand. Bei Dachschrägen zählt die lichte Höhe über der Matratze, nicht die Raumhöhe an der höchsten Stelle. Ein Bett unter einer Schräge wirkt nur dann großzügig, wenn man sich darüber noch aufrecht hinsetzen kann.
Wer den Raum neu möbliert, sollte zuerst die Bettposition festlegen und danach den Rest planen. Schränke, Nachttische und Laufwege ordnen sich um das Bett herum, nicht umgekehrt. Ein Schlafzimmer mit klaren Abständen wirkt ruhiger und lässt sich leichter reinigen. Die großzügigste Fläche nützt nichts, wenn der Weg zum Bett zum Slalom wird.